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Prostata-Krebs - Teil 1 "Der PSA-Test "

Gesundheit - © Bernd Leitner - Fotolia
Gesundheit - © Bernd Leitner - Fotolia
Die Zahl der Fälle von Prostatakrebs ist weiter im Zunehmen. In Europa erkranken von 100.000 Männern durchschnittlich 84 an Prostatakrebs, Tendenz steigend.
So wichtig Früherkennung ist, sollte der Mann nicht auf dieses Organ reduziert bzw. Gesundheitsvorsorge nicht nur mit dem Überprüfen verschiedener Werte gleichgesetzt werden. Ein vorsorgender Lebensstil umfasst ein viel breiteres Spektrum.

Im März wurde am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz ein „Prostata-Zentrum“ eröffnet. „In den letzten 10 Jahren hat sich die Anzahl der Männer die mit schon sehr weit fortgeschrittenen Prostatakrebs zu uns kamen verfünffacht“, nennt Primar Wolfgang Loidl einen wesentlichen Anlass für die Umsetzung dieses Projekts. In Österreich ist Prostatakrebs noch vor dem Lungenkrebs die Todesursache Nummer 1 bei Krebserkrankungen.
Bemerkbar macht sich Prostatakrebs meist erst dann, wenn bereits Metastasen in anderen Körperregionen entstanden sind. Dann gibt es allerdings keine Chance mehr auf Heilung. Wird der Krebs jedoch frühzeitig erkannt, kann er in 95 Prozent aller Fälle besiegt werden. Das zeigt sich für Loidl auch aus Erfahrungen u.a. aus den USA – „hier wird der PSA-Wert sehr konsequent überprüft, die Zahl der Männer mit stark fortgeschrittenen Prostatakrebs ist deutlich im Abnehmen.“

PSA-Wert beobachten
PSA bedeutet „prostataspezifisches Antigen“ – es ist ein Eiweiß mit einem Zuckeranteil und wird von Zellen der Prostata erzeugt. Der PSA-Wert kann im Rahmen der Überprüfung anderer Blutwerte überprüft werden. Ist er stark erhöht, so kann dies ein Hinweis auf einen entstehenden Tumor bei der Prostata sein. „Die Prostata vergrößert sich bei allen Männern etwa ab dem 50. Lebensjahr – auch dies kann erhöhte PSA-Werte erzeugen. Daher ist wichtig, zu prüfen, wie schnell und in welchen Zeitraum der Wert ansteigt“, erklärt Loidl. Er motiviert Männer den PSA Wert ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zu überprüfen, spätestens wenn Mann 45 ist, sollte dies aus seiner Sicht jährlich erfolgen.

Für Loidl ist problematisch, dass die Bestimmung des PSA-Wertes kein fixer Teil der Vorsorgeuntersuchungen mehr ist und das auf Auseinandersetzungen innerhalb der  Ärzteschaft zurück. Trotzdem kann der Patient sich die Prüfung des Wertes auch vom Hausarzt wünschen. „Ich halte allerdings nichts davon, wenn PSA-Tests völlig unreflektiert quasi an der Kasse jedes Supermarkts durchgeführt werden“, so Loidl. Denn so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch winzigste Tumore entdeckt werden, die nie ein Problem dargestellt hätten bzw. entstehen mehr „flash-positive“ Ergebnisse – es wird also ein hoher PSA-Wert falsch interpretiert. „Ein Screening sollte gezielt ansetzen: Also etwa bei Männern in deren Familie bereits Probleme mit der Prostata bzw. generell Krebserkrankungen aufgetreten sind. Oder wenn bei der analen Untersuchung eine starke Vergrößerung der Prostata festgestellt wird. Oder natürlich wenn Beschwerden vorliegen.“
Ein erhöhter PSA-Wert muss nicht automatisch ein massives Problem bedeuten – der Wert sollte aber, wie Loidl betont, unter Beobachtung gehalten werden. Auch deswegen plädiert er darauf, den PSA-Test wieder als fixer Teil der Vorsorgeuntersuchung einzuführen.

Lesen Sie weiter: Prostata-Krebs - Teil 2 "Ganzheitliche Vorsorge"

Von Christian F. Freisleben-Teutscher. Der Autor ist Journalist und Trainer
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