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Prostata-Krebs - Teil 2 "Ganzheitliche Vorsorge"

Stetoskop - (c) Ioana Drutu - Fotolia
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Männergesundheit ist mehr als Prostata. Der Primar Wolfgang Loidl vom „Prostata-Zentrum“der Barmherzigen Schwestern in Linz hält es für sehr wichtig, „den Mann nicht auf seine Prostata zu reduzieren.“
Dass Männer statistisch gesehen sieben Jahre früher als Frauen sterben hat auch viele andere Ursachen. Viele Männer investieren generell wenig Zeit in Vorsorgemedizin und gehen oft erst dann zum Arzt, wenn der Leidensdruck sehr groß geworden ist – also in vielen Fällen viel zu spät.
„Allerdings hat Vorsorge auch sehr viel mit meinem Lebensstil zu tun“, unterstreicht Loidl. Natürlich sei Öffentlichkeitsarbeit wichtig, um Männer zu motivieren, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und sich dabei auch den PSA-Wert untersuchen zu lassen. „Mindestens genauso wichtig ist aber der Aufruf, generell einen gesunden Lebensstil umzusetzen“, so Loidl. Und dafür sollte es ebenso mehr Informations-, Beratungs- und Begleitungsangebote auch speziell für Männer geben.

Die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen – und auch anderer Krankheitssymptome – steigt, wenn wir uns falsch und zu wenig bewegen, nicht auf eine ausgewogene Ernährung achten oder die Auswirkungen von psychischen Stress ständig ignorieren. Es geht also ebenso um einen neuen Umgang mit den eigenen Grenzen, um eine Selbstachtsamkeit.

Auf Biografie und Lebensstil eingehen
Angebote zur Männergesundheit sollten daher nicht auf die Überprüfung des PSA-Wertes reduziert werden – nach dem Motto „Wenn der passt, dann ist eh alles in Ordnung …“ Es geht um eine Herangehensweise, die auf die Biografie des Mannes eingeht, seine konkrete Lebenssituation und auch seine konkreten Vorstellungen über Gesundheit. Oft vorhanden ist ja das Gefühl, ein Mann könne sich krank sein – also schwach oder abhängig sein – nicht „leisten“ oder gar öffentlich dazu stehen. Daher wird oft der Aspekt der Vorsorge in einem ganzheitlichen Sinn unterbewertet, bei dem es generell um die Auseinandersetzung mit meinem Mann-Sein, meinen Lebensstil und auch meiner Vorbildwirkung geht.

Von Christian F. Freisleben-Teutscher. Der Autor ist Journalist und Trainer
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