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Verhütungsmittel können die Partnerwahl negativ beeinflussen

Antibabypille - © thingamajiggs - Fotolia.com
Antibabypille - © thingamajiggs - Fotolia.com
Verhütungsmittel können ein Segen sein, allerdings bleiben diese nicht immer ohne Nebenwirkungen. Manchmal bleibt ein negativer Beigeschmack zurück. So etwa bei der Partnerwahl, die grundsätzlich unbewusst und instinktiv von Genen geleitet wird.
Mit der Einführung der Antibabypille in Deutschland, anno 1961, veränderte sich auch hierzulande für Millionen Frauen das Leben. Geburtenkontrolle, so das Schlagwort, gab Frauen eine neue Freiheit der Entscheidung, ob und wann sie ein Baby haben möchten. Doch jede Medaille hat bekanntlich, neben der hellen, positiven, auch eine dunkle Seite. Dass Nebenwirkungen durch die Pilleneinnahme recht häufig vorkommen, ist schon lange bekannt. Eine These jedoch kreiste seit Langem ergänzend um das Thema, dass die Hormone den natürlichen Geruch einer Frau ungünstig beeinflussen können. Eine aktuelle Studie der Duke University, Durham/USA, scheint nun die Theorie bestätigen zu können.

Initiatorin der Pille war einst Margaret Higgins Sanger (1879-1966), ausgehend auf der Basis eines sehr persönlichen Hintergrundes. Ihre Mutter erkrankte, nach 18 Schwangerschaften, sowohl an Gebärmutterkrebs, als auch Tuberkulose, und verstarb an den Folgen dieser Erkrankungen. Margaret Sanger, als sechstes Kind der Familie geboren, wollte dem Zustand ein Ende setzen, der Frauen, aufgrund fehlender Möglichkeiten der Verhütung, zur Gebärmaschine werden ließ. Nach vielen Jahren der Entwicklung, mit der Hilfe und der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, gelang es tatsächlich die Pille herzustellen und folglich Frauen die Möglichkeit zu geben, selber entscheiden zu können, ob sie eine Schwangerschaft wollen oder auch nicht.

Wie jedes Medikament, zeigt allerdings auch die Antibabypille mitunter körperliche Beeinträchtigungen, die zwar dank Weiterentwicklungen der Präparate reduziert werden konnten, jedoch immer noch vorhanden sind. Nebenwirkungen, wie beispielsweise Gewichtszunahmen oder Kopfschmerzen, waren und sind bei vielen Frauen ein Grund, um die Tabletteneinnahme nach einer gewissen Zeit zu beenden und auf ein anderes Verhütungsmittel umzusteigen. Zudem: Hier scheint allerdings in Kreisen der Wissenschaftler die Vermutung nahezuliegen, dass chemische Eingriffe auf den weiblichen Hormonhaushalt, einen weiteren, negativen, Aspekt auf den Plan zu rufen. Die These, dass, unter anderem, Verhütungsmittel wie die Pille, den ursprünglichen Duft einer Frau verändern, scheint nun anhand der Forschungsergebnisse einen gefestigteren Stand erhalten zu haben.

Im Rahmen der Studie untersuchten Biologen an 25 Lemuren (Lemur catta), über einen Zeitraum von drei Jahren, ob und inwiefern sich Verhütungsmittel bei den Weibchen auf deren Verhalten oder auch Attraktivität auf die Primatenmännchen auswirken. Getestet wurde hierbei das Verhütungsmittel Medroxyprogesteronacetat, welches dasselbe ist, wie es Frauen mittels der Dreimonatsspritze injiziert wird. Der Fokus der Forschungsarbeit lag auf der Frage, wie sich hormonelle Verhütungsmittel auf den Duft des Weibchens auswirken und wenn ja, mit welchen Folgen auf das Sozial- oder Sexualverhalten. Nach den Analysen, konnten die Biologen feststellen, dass sich das Verhalten der Männchen dahingehend veränderte, dass sie ein reduziertes Interesse an den hormonbehandelten Affenweibchen zeigten. Zusätzlich beobachteten die Wissenschaftler, dass es aufgrund des „falschen“ weiblichen Duftes, zu einer gesteigerten Aggressivität innerhalb der Primatengruppe kam.

Bereits seit längerer Zeit, gilt die Theorie, dass eine Gen-Gruppe, namens MHC-Gene, bei der Entwicklung des persönlichen Körpergeruchs eine entscheidende Rolle spielt. Kleines Beispiel einer möglichen Beeinflussung der Gene: Je weniger der Geruch eines Mannes der einer Frau ähnelt, desto höher fällt ihr Interesse an ihm aus. Mit der Veränderung des ursprünglichen weiblichen Duftes allerdings, zeigt sich bei den Frauen eine Tendenz, die sich daran orientiert, einen Mann mit einem ähnlichen männlichen Duft zu bevorzugen, wie es der Ihrige ist. Interessanterweise zeigen schwangere Frauen, unter dem Bezug des Geruchs, ein gleiches Verhalten, denn gerade in den neun Monaten der Schwangerschaft bevorzugen sie Menschen in ihrer Umgebung, die einen ähnlichen Geruch wie der der Schwangeren ausströmen. Und was bedeutet das nun hinsichtlich der Beeinflussung bei einer Partnerwahl?

Nach Ansicht der Biologen, könnte der Einfluss durch hormonelle Verhütungsmittel auf Frauen und Männern dazuführen, dass eine Einschränkung im Sexualverhalten auftritt, die wiederum nach sich zieht, dass es schwieriger wird, einen passenden Partner zu finden. Ein existenter Urinstinkt - so ein Hinweis auf das menschliche und tierische Verhalten - der dafür sorgt, dass der individuelle Duft eines Menschen seit Jahrtausenden entscheidende Einwirkungen auf das „Paarverhalten“ ausübt. In diesem Zusammenhang wird auch aus früheren Studien das Ergebnis plausibler, dass in der Mitte des weiblichen Zyklus, der den Eisprung hervorruft, ein verstärktes Interesse von Männern an Frauen festgestellt werden kann. Entfällt nun aufgrund der Verhütung dieser biologische Vorgang, verändert sich folglich auch das Verhalten der Männer und zeitgleich das Interesse an einer potenziellen Partnerin, da sie wohl nicht den Geruch der „Bereitschaft“ ausströmt. Die Evolution lässt grüßen, um es in wenigen, jedoch sehr plausiblen, Worten auszudrücken.

Gastautor: "viore"

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