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Männer und Kinderwunsch

Kinderwunsch - © Stefan Redel - Fotolia.com
Kinderwunsch - © Stefan Redel - Fotolia.com
Männer wünschen sich Kinder: Nur 3% der österreichischen Männer geben an, dass sie ohne Kinder glücklicher sind. Das sind zwar drei Mal soviel Männer als Frauen (1%), aber insgesamt ist es eine verschwindend kleine Gruppe.
Allerdings, so konnte man aufgrund einer jüngsten Untersuchung deutscher Forscher erkennen, zeigt der Kinderwunsch bei Männern im Vergleich zu Frauen unterschiedliche Entwicklungslinien.

Geordnete Verhältnisse
Der Wunsch nach einem eigenen Kind wird bei Männern häufig erst mit einer fixen Paarbeziehung konkret. Davor zeigen sie sich unentschlossen. Grossen Einfluss hat zudem das Alter der Frau: je näher die Partnerin dem 45. Lebensjahr ist, desto geringer der Kinderwunsch beim Mann. Bedeutung hat auch die wahrgenommene Stabilität der Partnerschaft: je instabiler die Beziehung vom Mann empfunden wird, desto geringer sein Wunsch nach Nachwuchs. Der Bildungsabschluss hat bei beiden Geschlechtern keinen Einfluss auf den Kinderwunsch, jedoch auf den Zeitpunkt der Familiengründung. Je höher der Bildungsabschluss und je länger die Ausbildungszeit, desto später wird das erste Kind geboren. Letztendlich beeinflusst das die Kinderzahl, da die Zeit der Reproduktion dadurch begrenzt wird. Wesentlichen Einfluss auf den Wunsch, eine Familie zu gründen bzw. zu erweitern, zeigt bei Männern die Höhe des Einkommens. Je höher das Einkommen desto eher wünschen Männer Kinder. Dementsprechend wirkt sich Arbeitslosigkeit auf die männliche Entscheidung zu einem Kind absolut negativ aus.

Anders bei Frauen
Im Unterschied zu Männern wünschen sich Frauen Kinder auch dann, wenn sie aktuell keine Partnerschaft haben. Auch das Alter eines Partners und die Stabilität der Beziehung haben einen viel geringeren Einfluss. Darüber hinaus entfaltet die Höhe des Einkommens bei Frauen eine beinahe umgekehrte Wirkung: Während mit der Höhe des Einkommens bei Frauen der Anteil der Unentschlossenen und derer, die explizit kein Kind wünschen, zunimmt, wirkt sich Arbeitslosigkeit bei Frauen tendenziell positiv auf den Kinderwunsch aus.
Männer denken demnach erst dann an Kinder, wenn sie eine stabile Partnerschaft haben und genügend Einkommen, um für eine Familie zu sorgen. Unschwer lässt sich dahinter das Ideal des berufsorientierten Familienernährers entdecken. Es ist nach wie vor prägend für gegenwärtige Männlichkeitsmuster.

Von Erich Lehner. Der Autor ist Männerforscher und Psychotherapeut
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