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Fortpflanzung - wer macht das Rennen?

Fortpflanzung - © UryadnikovS - Fotolia.com
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Bereits Charles Darwin erkannte in der „sexuellen Selektion”, dass bestimmte körperliche Merkmale den Erfolg der Fortpflanzung beeinflussen und deswegen ausschlaggebend bei der Partnerwahl wären.

Es seien Urinstinkte, die uns - oft völlig unbewusst - dazu drängen, einen Partner mit einem höchst ansehnlichen Gen-Pool zu suchen. Die Jagd nach den besten Reproduktionsmerkmalen sozusagen. Wir fühlen uns zu dem hingezogen, was eine erfolgreiche Fortpflanzung in Aussicht stellt.

Doch haben attraktive Menschen nun bei der Partnerwahl die Nase vorn? Es kommt ganz darauf an, was man unter Attraktivität verstehen möchte. Frauen und Männer lassen sich dabei von unterschiedlichen Prioritäten leiten.

Stärke schlägt Aussehen

Gleich vorweg eine gute Nachricht für Männer: Aussehen spielt aus weiblicher Sicht bei der Partnerwahl keine übergeordnete Rolle. Frauen messen Attraktivität vor allem mit Durchsetzungsvermögen, Stärke und Ehrlichkeit. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: die Evolution hat sie darauf gedrillt, einen Partner zu finden, der in der Lage ist, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Beruflicher Erfolg sichert die finanzielle Existenz und zeigt darüber hinaus, dass man Verantwortung übernehmen kann, auf eigenen Beinen im Leben steht und dabei auch noch den Nachwuchs durchbringen kann. Zeigt der potentielle Partner dann auch noch, dass er gut mit Kindern umgehen kann, ist die emotionale Kernschmelze nicht mehr weit.

Ein muskulöser Körperbau zeigt der Frau, dass der Mann sie beschützen kann. Und dieses Gefühl des Beschützt-Werdens ist bedeutend. Doch Kraftkammer-Muffel können aufatmen. Die Beschützerrolle kann auch auf andere Art erfüllt werden: Wer Führungsqualitäten und Selbstvertrauen an den Tag legt, kann auf ein ausgeprägtes Muskelpacket durchaus verzichten und dennoch Stärke beweisen.

Nicht außer Acht zu lassen ist die Wirkung der „social skills”. Ein Mann, der viele Leute kennt und keine Scheu davor hat, in Gesprächsrunden der Mittelpunkt zu sein, ist auf dem besten Weg zum Alphatier. Und wer im Wolfsrudel die Damen abbekommt, braucht man ja nicht weiter zu erörtern. Dominantes Auftreten signalisiert Überlebensfähigkeit und zieht mächtig an.

Die fruchtbaren Tage bringen eigene Regeln

Doch sei hier auch gesagt, dass der Geschmack der Frauen Schwankungen unterliegt und sich etwa mit dem Menstruationszyklus verändert. Forschungen haben ergeben, dass sich Frauen in den fruchtbaren Tagen verstärkt zu Macho-Typen hingezogen fühlen. Breites Kiefer und markantes Kinn sind Zeichen für einen hohen Testosterongehalt. Wissenschaftler der Universität Liverpool fanden zudem heraus, dass Narben beim weiblichen Geschlecht für Verzückung sorgen, denn sie zeugen von Mut und Verwegenheit - und natürlich einer ganzen Menge Testosteron. Perfekte Bedingungen für ein kurzes, heißes Abenteuer aber die Antithese zur familiären Fürsorglichkeit. Denn Männer mit hohem Testosteronspiegel mögen zwar potente Kinderzeuger sein, doch sind sie auch anfälliger darauf, fremd zu gehen.

Monogamie? Wie unnatürlich!

Der US-amerikanische Psychologe David P. Barash geht sogar so weit, zu behaupten, dass Monogamie in der Natur kaum vorkäme und somit wider das natürliche Verhalten wäre. Gerade Säugetiere seien am wenigsten monogam, weil die Männchen bei der Aufzucht der Jungen im Grunde genommen nicht gebraucht würden. Während das Weibchen sich mit Tragezeit und Stillperioden aus dem Spiel nimmt, nütze das Männchen die Zeit, sich anderweitig umzusehen. Ein Grund mag darin liegen, dass Männchen eine Vielzahl an Spermien bilden und diese immer wieder erneuern, während die vergleichsweise sparsame Produktion weiblicher Eizellen in keiner entsprechenden Relation dazu stünde.Bei einigen Vögeln sei der Anteil an „Kuckuckskindern” - wie man zu Individuen sagt, die von einem vermeintlichen Vater groß gezogen werden, der nicht der biologische Vater ist - höher als 70%. Selbst der Schwan, der lange Zeit als Monogamisten-Prototyp galt, wurde zuletzt überführt - DNA-Analysen wurden ihm zum Verhängnis.

Der feminine Weg zum Erfolg

Während Frauen also weniger Wert auf das Aussehen legen, sieht es bei den Männern schon ganz anders aus. Hier sind es die femininen Züge, auf die Mann abfährt.
Volle Lippen, hohe Wangenknöchel und ein dezentes Kinn, außerdem klare Augen und glatte Haut, denn diese zeugen von physischer Gesundheit.
Was die Körperproportionen betrifft, kann der Mann auch zum Rechenkünstler werden - Evolutionsbiologen sehen die ideale Verteilung, wenn das Verhältnis zwischen weiblicher Hüfte und Taille dem Bereich 1 : 0,7 entspricht.
Dieselbe Wissenschaftsrichtung sieht in den weiblichen Brüsten ein Zeichen der körperlichen Reife. Eine Frau mit prallen Brüsten scheint gut für die Reproduktion geeignet zu sein, da das Brustgewebe nach mehreren durchlebten Schwangerschaften an Festigkeit verliere, ein pralles Dekolleté hingegen Unverbrauchtheit und damit besten Fortpflanzungserfolg symbolisiere. Die Größe allein sei dabei allerdings nicht ausschlaggebend.

Die Ausprägung der Geschlechtsmerkmale hängt von der Menge an Östrogen, dem weiblichen Sexualhormon, ab. Ein hoher Östrogenspiegel signalisiert demnach Fruchtbarkeit und Gesundheit und macht die Frau unwiderstehlich für Männer.

Die unsichtbare Verlockung

Immer mehr Bedeutung erlangten in letzter Zeit die Pheromone - chemische Botenstoffe, die den Hormonen ähneln. Findige Verkäufer bieten den Stoff, der für Erfolg beim anderen Geschlecht sorgen soll, in Fläschchen oder Zerstäubern an.
Im Tierreich dienen die Sexualhormone der Signalisierung von Paarungsbereitschaft. Studien haben ergeben, dass auch der Mensch über einen derartigen Lockstoff verfüge. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley untersuchten nämlich das männliche „Androstadienon“ - ein Abbauprodukt von Testosteron. Einmal verabreicht, verursachte es eine erhöhte Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel der weiblichen Versuchspersonen - sie waren erregt.
Am Wiener Ludwig-Boltzmann-Institut wiederum, entdeckte man, dass Frauen im Vaginalsekret ebenfalls Duftstoffe absondern - die so genannten „Kopuline“. Und diese ließen den Testosteronspiegel der männlichen Untersuchungsteilnehmer stark in die Höhe schnellen.

Ältere Männer und jüngere Frauen

Ein Relikt aus der Urzeit sieht der US-amerikanische Evolutionspsychologe David Buss im Altersunterschied - dieser beträgt im Schnitt 3 ½ Jahre. Männer suchen jüngere Partnerinnen, Frauen hingegen tendieren zu älteren Männern. Die mögliche Erklärung: In der Urzeit konnten Männer mit 30 Jahren ihre größten Jagderfolge verbuchen, während bei Frauen ab 20 Jahren die Fortpflanzungsfähigkeit sank. Zudem sind Männer auch im fortgeschrittenen Alter noch fähig, Kinder zu zeugen, bei Frauen nimmt die Fruchtbarkeit jedoch mit dem Älterwerden ab.

Viele Faktoren der Fortpflanzung sind - auch wenn wir das nur unbewusst wahrnehmen - auf die Steinzeit zurückzuführen. Hier wurde so mancher Stein ins Rollen gebracht.

Autor: Mag. Oliver Rapouch

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