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Der Untergang der Titanic

Titanic Untergang - Willy Stöwer
Titanic Untergang - Willy Stöwer
Lautlose Kollision: Als das Schiff am 14. April 1912 gegen 23:45 Uhr mit dem Eisberg kollidierte, schliefen viele Passagiere schon.

Am Tag hatten die Reisenden bemerkt, dass kälter geworden war. Ungemütlich war es draußen geworden und die Passagiere hielten sich weitgehend im Schiff auf. Die Kollision selbst war für viele Passagiere unbemerkt erfolgt. Insofern entstand erst einmal keine Panik. Einzig beunruhigend fiel auf, dass das vertraute Brummen der Maschinen und die damit verbundene Vibration nicht mehr zu vernehmen waren. Deshalb suchten einige Neugierige das Deck auf, um den Grund für diese Veränderung zu erfahren. Einige sahen Eisstücke auf dem Vorderdeck liegen und es soll Passagiere gegeben haben, die sich zu einer Schneeballschlacht am nächsten Tag verabreden wollten.

Ausweichmanöver

Nach Sichtung des Eisbergs war es zu spät zum Ausweichen. Der diensthabende Offizier William McMaster Murdock versuchte dennoch den Bug der Titanic vom Eisberg abzuwenden. Was heikel war, da das ausbrechende Heck auch den Eisberg hätte treffen können. Murdock ließ die Schotten im Maschinenraum sofort schließen. Wie die Befehle von der Brücke genau lauteten und abliefen, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Es bestehen zu viele gegensätzliche und widersprüchliche Aussagen von Überlebenden. Es ist nicht klar, ob die Titanic rückwärts fuhr oder stoppte, oder gar nach einer kurzen Zeit der Stille wieder voran fuhr. Tatsache ich nur, dass sich ein komplettes Ausweichen nicht mehr durchführen ließ. Diskutiert wurde später mehrfach, ob ein frontales Auffahren auf den Eisberg weniger Schaden angerichtet hätte. Eventuell wären um die 100 Menschen dabei umgekommen. Die Titanic selbst aber wäre vermutlich nicht untergegangen.

Zu wenig Rettungsboote

Kapitän Edward John Smith wurde unverzüglich über den Unfall informiert. Da ihm nach der Informationslage klar war, dass das Schiff nicht mehr zu halten war, ordnete er die Evakuierung des Schiffs an. Frauen und Kinder sollten zuerst gerettet werden (dies war aber keine übliche Verfahrensweise). Ihm war dabei durchaus klar, dass ein Großteil der Passagiere keine Rettung erhalten werden würde. Waren doch viel zu wenige Rettungsboote an Bord. Bei Bau der Titanic befürchtete man, zu viele Rettungsboote gingen zulasten des Flanierraums an Deck. Außerdem sei das Schiff sehr sicher und eine große Menge von Rettungsbooten hätte die Passagiere verunsichern können. So fanden sich nur 20 Rettungsboote auf der Titanic. 64 Boote zur Rettung wären nötig gewesen, um alle Menschen zu retten.
Rettungsboot Titanic - U.S. National Archives / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Unglückliche Evakuierung

Um eine Panik zu vermeiden, wurde den Passagieren nicht mitgeteilt, warum sie die Rettungsboote aufsuchen sollen. Zwei Offiziere wurden beauftragt, die Evakuierung durchzuführen. Offizier William McMaster Murdock und Offizier Charles Lightoller. Viele Passagiere hielten die Evakuierung für eine Übung und fanden es unpassend, weil es sehr kühl war. Laut Augenzeugen soll es sogar Offiziere gegeben haben, die in ihrer freien Wache lieber weiter schlafen wollten. Einige Passagiere legten keine Rettungswesten an und gingen in ihre Kabinen zurück. So kam es auch dazu, dass viele Frauen die Notwendigkeit nicht sahen, das warme Schiff oder ihre Männer zu verlassen. Das könnte ein Grund sein, warum die meisten Rettungsboote weniger als zur Hälfte ausgelastet waren. Angeblich hatte Kapitän Smith die Anweisung gegeben, die Boote halb leer abzufieren, um dann von See aus Männer aufnehmen zu können, die aus den Fenstern in den unteren Etagen zusteigen sollten. Es soll eine Anweisung für einige Männer bestanden haben, sich unten im Schiff für diese Evakuierung zu sammeln. Angeblich sei die Titanic aber zu schnell gesunken, sodass ein Ausstieg nicht mehr möglich war. Panik kam erst zum Schluss unter den noch auf der Titanic Befindlichen auf, als sich ein vollständiges Sinken nicht mehr verleugnen ließ.

Die Passagiere der dritten Klasse hatten damit zu kämpfen, dass die Ausgänge mit eisernen Rollgittern verschlossen waren. Das Personal öffnete diese durchsichtigen Verschläge nicht. Es muss zu unglaublichen Szenen gekommen sein. Und sicher haben es einige geschafft, die Barrieren aufzubrechen. Dennoch überlebten so gut wie keine Passagiere der dritten Klasse das Unglück.

Laut Augenzeugen soll Benjamin Guggenheim, ein reicher amerikanischer Geschäftsmann, in aller Seelenruhe einen guten Anzug angezogen haben und im Salon auf den Untergang gefasst gewartet haben. Auch ist bestätigt, dass die Kapelle an Bord bis zum Schluss gespielt haben soll. Eine makabere Vorstellung. Zum Schluss soll das damals populäre Lied "Autumn" gespielt worden sein.

Während Mutige auf das Ende gefasst warteten, versuchten es andere - auch als Frau verkleidet - in Rettungsbooten zu entkommen. Zu ihnen gehörte auch der Präsident der White Star Line, Joseph Bruce Ismay.

Der Funkverkehr

Unglücklich sind auch die Ereignisse rund um den Funkverkehr auf der "Titanic." Nach dem Absetzen einer CQD-Meldung (fast gleichbedeutend mit dem später verwendeten "SOS") bekam man Antwort eines deutschen Schiffes, der "Frankfurt". Das Hilfsangebot wurde rüde und ablehnend vom diensthabenden Funkoffizier Jack G. Phillips beantwortet. Eventuell aus Prestige oder Kostengründen. Jack G. Phillips wurde auf Wunsch der Reederei auf der Titanic eingesetzt. Kapitän Smith wollte ursprünglich Jack Binns als Funkoffizier haben. Jack Binns hatte 1909 erfolgreich den Funkverkehr nach einer Kollision abgewickelt. Die Reederei hielt es aber für ein negatives Vorzeichen, würde man ihn verpflichten. Die Titanic hatte eine sehr starke Funkanlage mit großer Reichweite. Nachteilig machte es sich bemerkbar, dass nahe Signale nicht empfangen oder überlagert wurden. Vor der Überfahrt nach New York blieb nicht viel Zeit, die Anlage zu testen. Doch bei dem kurzen Test zeigte sich, dass die Anlage zu Kurzschlüssen neigte. Dies war offenbar auch am 14. April der Fall. Durch den nötigen Austausch von defekten Teilen konnte Phillips die Telegramme der Passagiere nicht bearbeiten, welche sie bergeweise ansammelten. Als er sie endlich abarbeiten konnte, wollte die "Californian" eine Warnmeldung über Eisberge an die "Titanic" loswerden. Jack G. Phillips aber nahm die Meldung wegen seiner derzeitigen Arbeit nicht an. Die Telegramme waren ihm wichtiger als aktuelle Meldungen. So morste Phillips auch noch Telegramme, als die "Titanic" den Eisberg rammte. Nach der Kollision und nachdem auch Phillips gesagt bekam, was passiert war, sendete er CQD-Meldungen. Zum Schluss benutzte er auch das inzwischen etablierte SOS-Signal.

Der Untergang

Titanic Untergang - Willy Stöwer / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGegen 2:20 Uhr versank die Titanic mit erhobenem Heck, welches noch etwas in aufrechter Position verharrte, in der See. Beim Versinken hinterließ sie keine hohen Wellen oder einen großen Sog, wie von den davon rudernden Rettungsbootinsassen befürchtet wurde. Die Lichter leuchteten noch fast bis zum Schluss auf dem Schiff. Ein Zeichen dafür, dass die Ingenieure an Bord bis zum Schluss ihre Arbeit verrichteten. Angeblich wurde kein Ingenieur gerettet. Nach dem Untergang hörte man die Hilferufe der Menschen, die in ihren Rettungswesten oder auf anderem Treibgut trieben. Aus Angst, dass heranrudernde Rettungsboote überladen werden könnten, traute sich kaum ein Boot an die im Wasser treibenden Menschen heran. Ausnahmen hat es aber gegeben. Für viele kam selbst dann die Hilfe zu spät. Einige Insassen konnten die Hilfeschreie nicht ertragen und begannen zu singen oder zu laut zu beten, um sich von dem schrecklichen Klang abzulenken.

Die Schiffe in Katastrophennähe
Californian - BartBenjamin - GFDL / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Californian war das entfernungsmäßig nächste Schiff zur Titanic. Sogar die Lichter der Californian wurden an Bord der leckgeschlagenen Titanic beobachtet. Um auf sich Ausmerksam zu machen, feuerte die Titanic Notraketen in weißer Farbe gegen ab. Diese, wie auch Funkkontakt zur California blieben unbeachtet. Vermutlich war die Funkstation der Californian unbesetzt, weil der Funker schlief. Und eventuell deutete man die Raketen falsch. Es gab noch keine Raketen in roter Farbe, die eine Gefahrensituation signalisierten.

Andere Schiffe reagierten auf die Notrufe der Titanic. Viele waren allerdings zu weit entfernt. Die RMS Carpathia benötigte vier Stunden und war als Erste an der Unglückstelle. Sie nahm die knapp über 700 Überlebenden auf und brachte sie nach New York.

Die White Star Line hat sich nie vom Unglück der Titanic erholt. Die Schadenersatzansprüche nach dem Unglück waren zu hoch. Die White Star Line wollte mit einem nie gekannten Ozeanriesen Geschichte schreiben. Das tat sie, anders als gewollt.

Nach der Katastrophe wurden in der internationalen Schifffahrt die Sicherheitsbestimmungen geändert oder verbessert und einige Neuerungen zur Sicherheit eingeführt.
Heute gilt das Wrack der Titanic als eines der am besten untersuchten Schiffswracks der Welt durch autonome Unterwasserfahrzeuge. Mehr Wrackbilder gibt`s hier.
Bug der Titanic - Foto: U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration - Public Domain / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Autor: "Aspireone2" bei ContentworldZum Artikelanfang: Titanic - Mythos und Wahrheit

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