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Apnoetauchen

Apnoetaucherin mit Monoflosse - flickr-user: aquaxel - CC BY 2.0
Apnoetaucherin mit Monoflosse - flickr-user: aquaxel - CC BY 2.0
Allein im Meer. Schwerelos bewegt man sich im azurblauen Wasser voran. Ein Schwarm Fische zieht vorbei. Dann beginnt die Lunge zu brennen - Zeit aufzutauchen und einen kräftigen Atemzug zu nehmen.

Immer mehr Sportler, denen das Tauchen mit Neoprenanzug und Sauerstofflasche zu langweilig und berechenbar ist, entdecken das Apnoetauchen für sich – das Freitauchen mit angehaltenem Atmen. Wie viele Längen im Schwimmbecken schafft man, ohne Auftauchen zu müssen? Wie tief kann man ohne künstliche Sauerstoffzufuhr tauchen? Und wie lange kann ein Mann die Luft anhalten? Beim Apnoetauchen geht es um Rekorde, aber in erster Linie auch darum, seinen eigenen Körper besser kennen zu lernen.

Die Faszination am Apnoetauchen ist das Ausloten der eigenen Grenzen. Bei dieser Extremsportart geht man oft bis ans Limit. Das freie Tauchen erlaubt es aber auch, das Wasser und all seine Lebewesen in der natürlichsten Form kennen zu lernen. Ohne die störenden Sauerstoffflaschen kommt man etwa viel näher an Wale und Delfine – und fühlt sich schon bald selbst wie ein Fisch.

Weiter, Tiefer, Länger

Die Leistungen, die Menschen unter Wasser erbringen, werden von Jahr zu Jahr unglaublicher. Mithilfe bleibeschwerter Tauchschlitten erreichen Apnoetaucher Tiefen von über 200 Metern. Der Rekord im Luftanhalten liegt derzeit bei unfassbaren 11:35 Minuten.

Die Königsdisziplin ist das so genannte „Tieftauchen mit konstantem Gewicht“. Hier darf der Taucher zwar Gewichte verwenden, um den Auftrieb im Wasser zu minimieren, er muss diese Gewichte aber wieder an die Wasseroberfläche mitnehmen. Als Orientierungshilfe dient ein Seil, das Hochziehen an diesem ist aber streng verboten. Bei manchen Wettkämpfen ist die Verwendung von Flossen möglich – für das Apnoetauchen gibt es auch eigene „Monoflossen“, mit denen man besonders schnell voran kommt.

Der bekannteste Apnoetaucher ist der österreichische Berufspilot Herbert Nitsch (* 20. April 1970 in Wien). Herbert Nitsch hält unzählige Weltrekorde in verschiedensten Disziplinen. Hier ein Video von einem 214m Tauchgang:


Das Risiko des „Nicht-Atmens“

Das Wort „Apnoe“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Nicht-Atmung“. Apnoetauchen ist die älteste, ursprünglichste Form des Tauchens. Als es noch keine Sauerstoffflaschen gab, war es die einzige Möglichkeit, zu tauchen  - so holten bereits die Männer in der Steinzeit Fische und Muscheln aus dem Meerwasser an Land holen.

Am Apnoetauchen fasziniert auch das Risiko, denn natürlich ist langes Luftanhalten nicht ungefährlich. Wenn der Sauerstoffdruck im Blut zu niedrig ist, wird der Taucher ohnmächtig. Daher lautet die wichtigste Regel, niemals allein unterwegs zu sein, um nicht in eine lebensgefährliche Situation, das so genannte „Schwimmbad Blackout“, zu kommen.

Bereits in rund 30 Metern Tiefe erreicht die Lunge durch den Wasserdruck ihr kleinstmöglichstes Volumen. Dieser Unterdruck zieht eine große Menge Blut in die Lungenbläschen – ein Vorgang, der lebensrettend ist: Würden sich die Lungenbläschen nicht aufblähen, dann würde die Lunge einfach platzen. Es gibt außerdem eine Vielzahl anderer Techniken, mit dem die Tieftaucher die extremen Druckbedingungen ausgleichen können.

Wer nun Lust bekommen hat, diese Extremsportart auch mal auszuprobieren, sollte sich nicht gleich in die Fluten stürzen: Am Anfang steht nämlich stets das Training im Schwimmbad. Hier werden unter anderem verschiedene Atemtechniken und Sicherheitsregeln erlernt. Eine gewisse Grundkondition ist dabei hilfreich. Mit konsequentem Training ist man dann bald bereit, den Nervenkitzel des Apnoetauchens auch im Meer oder zumindest in einem See zu erleben.

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